TROUT GmbH

Methodik

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Die Nicht-Invasive Ermittlung des Blutzuckers erfolgt unter Anwendung der Impedanzspektroskopie. Genutzt wird die Korrelation des Blutzuckers mit der Leitfähigkeit / Widerstand des Gewebes. Hier beeinflusst der Blutzuckerspiegel den osmotischen Druck und damit die Leitfähigkeit des Gewebes. Für einen steigen­den Blutzuckerspiegel steigt auch der osmotische Druck, die Zellen werden kleiner, das extrazelluläre Flüssigkeits­volumen wird größer (damit steigt auch der Abstand zwischen den Zellen), daher steigt die Leitfähigkeit und die Im­pedanz fällt, d.h. infolge der osmo­tischen Vorgänge steigt für einen zunehmenden Blutzuckerspiegel das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen an. Die Extrazellularflüssigkeit ist die Gesamtheit der außerhalb der Körperzellen im Extrazellularraum befindlichen Körperflüssigkeit. Das Volumen ergibt sich aus den Untereinheiten Blutplasma, interstitielle Flüssigkeit und Lymphe, Flüssigkeit des transzellulären Raumes und der extrazellulären Räume des festen Bindegewebes, der Knorpel und Knochen. Infolgedessen steigt ebenfalls die Leitfähig­keit für den niederfrequenten Anteil und der Impedanzwert fällt.

Mit anderen Worten, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, steigt der osmotische Druck an, die Zelle wird kleiner. Da die Zelle kleiner wird, wird das extrazelluläre Volumen größer und die Leitfähigkeit steigt, die Impedanz fällt. Weil das extrazelluläre Volumen größer wird, wird der Widerstand kleiner und so die Leitfähigkeit größer. Der niederfrequente Strom LF außerhalb der Zellen ist abhängig von der Flüssigkeit, je mehr Flüssigkeit vorhanden ist desto größer ist (niederfrequente) Strom. Die Flüssigkeitsmenge außerhalb der Zellen wird durch den niederfrequenten Anteil LF, die Gesamtmenge durch den hochfrequenten Anteil HF, d.h. der Hochfrequenzanteil geht durch die Zellen des Gewebes, der niederfrequente Anteil nicht. Für den niedrigfrequenten Anteil verhält sich der Impedanzwert umgekehrt propor­tional zur niederfrequenten Leitfähigkeit und damit umgekehrt proportional zum au­ßerzellulären Flüssigkeitsvolumen. Im Falle des hochfrequenten Anteil verhält sich der Impedanzwert ebenfalls umgekehrt proportional zur hochfrequenten Leit­fähigkeit und damit umgekehrt proportional zur Summe aus dem innerzellulärem und dem außerzellulärem Flüssigkeitsvolumen.

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Die Temperatur hat ebenfalls einen Einfluss auf die Messung. Für einen steigenden Glukosegehalt fällt wie oben angegeben die Temperatur und infolge einer Leitfähigkeitsverminderung steigt die Impedanz (für den eingebrachten niederfrequenten Strom). Im Gegensatz dazu erhöht sich für einen steigenden Glukosewert das extrazelluläre Volumen was wie­derum einen fallenden Impedanzwert zur Folge hat. Dementsprechend wird die Temperatur der Hautoberfläche erfasst und als Korrekturfaktor berücksichtigt.

Diese Parameter bilden die Eingangswerte für eine künstliche Intelligenz, die in Form von Künstlichen Neuronalen Netzen (KNN) den Blutzuckerwert berechnen.

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