Skillembassy bringt Enthusiasten aus den Bereichen Produktmanagement, Design und Entwicklung in agile Gruppen zusammen, um innerhalb weniger Monate Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Das Thema Zusammenarbeit wird immer dann zur Herausforderung, wenn mehrere Personen aus unterschiedlichen Kulturkreisen an einem Projekt arbeiten und Arbeitsergebnisse und Aufgaben untereinander abstimmen, verteilen und verfolgen müssen.

1          Ausgangssituation

Die Rekrutierung von Fachpersonal erfolgt nicht länger lokal. Es werden auch Experten aus anderen Ländern hinzugezogen. Bevorzugt wird derzeit Unterstützung aus osteuropäischen Ländern angefragt. Vernachlässigt werden IT Spezialisten beispielsweise aus westafrikanischen Ländern. Hier liegt ein großes Potential verborgen. Allein die Universität von Ghana verzeichnet jedes Semester mehrere hundert Abgänger der Ingenieurwissenschaften. Diese arbeiten mangels regionalen Jobangeboten nach ihrem Studienabschluss in ausbildungsfremden Berufen oder verlassen ihr Heimatland in Richtung Europa, um dort einen qualifizierten Arbeitsplatz zu finden. Diese Situation ist unbefriedigend und wartet auf Verbesserung, von der alle Seiten profitieren können.

Verschärfend kommt noch hinzu, dass im Bereich der Entwicklung von Software ein sehr hoher „Innovationsdruck“ durch den verstärkten Wettbewerb, der fortschreitenden Globalisierung und dem damit verbundenen Kostendruck herrscht. Das heißt, dass sich die Innovationszyklen beschleunigen und sich damit die Produktlebensdauer (oder Ergebnisse einer Entwicklung) verkürzen. Die Produkte müssen demnach nicht nur qualitativ hochwertig und dabei vergleichsweise kostengünstig, sondern auch zügig entwickelt werden.

2          Idee

Im Rahmen der Skillembassy wird eine digitale Plattform zur Umsetzung von Systementwicklungen mit internationalen Projektteams und unter Einsatz computergestützter Planungsmodelle umgesetzt. Es werden die Rollen Produktmanager, Qualitätsmanager, Konfigurationsmanager, Entwickler sowie Designer verteilt und unterstützt. Das Projektteam wird aus einer Mischung von erfahrenen Mitarbeitern und einem Anteil Studienabgänger formiert. Dies sorgt für eine günstige Kostenstruktur und bildet gleichzeitig wieder hochmotivierte Experten heran, die nach wenigen Projekteinsätzen bereits selbst als Multiplikatoren fungieren können.

3          Konzept

 

Projektrollen

Alle Beteiligten (Projektmanager, Qualitätsmanager, Konfigurationsmanager, Entwickler, Designer) erhalten Vorlagen über Ihre Aktivitäten und die zu erstellenden Produkte. Diese Vorlagen sind mit den persönlichen Elementen (z.B. Logo, Design) zu vervollständigen und abzuarbeiten. Die Projektarbeit kann somit ohne Verzögerungen und höchst effektiv starten.  Zu jeder Projektphase, zu jedem Projektstand und zu jedem Arbeitsschritt existieren Templates, die über das Planungstool abrufbar sind und vom Dokumentenmanagementsystem verwaltet werden:

  • für den Produktmanager z.B. unterstützende Tools zum Management, zur Projektkommunikation, zur Dokumentation
  • für den Qualitätsmanager z.B. unterstützende Tools für Tests, zum Q-Management, zur Dokumentation
  • für den Konfigurationsmanager z.B. unterstützende Tools zum Management der Entwicklungskonfiguration, zur Dokumentation, zur Kommunikation
  • für den Entwickler / Designer unterstützenden Tools für den Entwurf, für die Entwicklung, für Tests und für die Implementierung, Hochsprachen-Compiler, DBMS und zugehörige Tools, neueste Produkte am Markt und deren Bewertung, weiterführende Literatur, etc.

Projektphasen

Die Phasen in einem Entwicklungsprojekt sind:

1 Angebotserstellung
  • Lasten-/Pflichtenheft und/oder Anforderungsspezifikation (aus Sicht des Auftraggebers)
  • Technisches und/oder kommerzielles Angebot (aus Sicht des Anbietenden bzw. des späteren Auftragnehmers)
2 Entwicklung
  • Anforderungsanalyse
  • Grobentwurf
  • Feinentwurf
  • Implementierung
  • Integration
3 Nutzung/Betrieb
  • Zur Nutzung bereitstellen
  • Support

Prozessautomation

Das Planungstool hilft:

  • die Aufgabe exakt zu definieren bzw. spezifizieren
  • bei einer sauberen Strukturierung ist in der Anfangsphase
  • die Schnittstellen festzulegen und zu beschreiben
  • die Aufgaben- und Ressourcenzuordnung vorzunehmen
  • Standards zur Vorgehensweise zu identifizieren und an die speziellen Anforderungen anzupassen
  • die Organisation und Kommunikation im Team festzulegen
  • Entwicklungstools, Fertigbausteine, Programmbibliotheken, Programmiersprache, Datenbankmanagementsystem, Kommunikationsprotokolle und/oder Dokumentationsumgebung bereitzustellen

Systementwicklung

Es wird eine Plattform geboten, die folgende Anforderungen erfüllt:

  • Unterstützung aller Phasen
  • Unterstützung aller Rollen und deren Aktivitäten
  • Logischer Abgleich und Harmonisierung der Aktivitäten
  • Unterstützung der Anforderungen zur Pflege und Änderung des entwickelten Systems
  • Unterstützung von qualitativen Anforderungen gemäß ISO9001:2015
  • Einbindung externer Ressourcen und/oder Produkte
  • Einbindung von Kaufteilen
  • Einfache und praxisorientierte Nutzung
  • Interne Kommunikation
  • Repräsentiert den jeweiligen Stand der Technik
  • Auswahl des geeigneten Ansatzes für die Simulation

Grundsätzlich werden Projekthandbuch, Qualitätshandbuch, Projektstrukturplan, Produktstrukturplan und Konfigurationsplan erstellt. Eingeschlossen ist die Unterstützung des Qualitätsstandards nach ISO 9001ff, bei der Vorgehensweise nach V-Modell die mögliche Umsetzung in ein Qualitätsmanagement (QM)-Handbuch.

Re-Engineering

Dies ist ein besonderes Feature zum Re-Engineering bestehender Systeme (enthält besondere Vorgehensweisen, Aktivitäten und Produkte zur Auswahl):

  • Analyse / Bewertung, Technik, Aufwand, besondere Probleme
  • Grobentwurf
  • Feinentwurf
  • Implementierung
  • Integration
  • Support

Das Re-Engineering wird gesondert behandelt, da die konkreten notwendigen Leistungen auf einer Vorgabe, z.B. als Ergebnis einer Analyse, Studie und/oder sonstiger Anforderungen, „aufsetzen“. Erst dann können die konkreten Aktivitäten und notwendigen Produkte generiert werden. Bei den Produkten und Aktivitäten ist generell darauf zu achten, dass im Rahmen eines bestehenden Systems gearbeitet wird; insoweit bestehen dort entsprechende Unterschiede zur „reinen“ Entwicklung.

Systemintegration

Systemintegration bedeutet, dass das System sowohl aus fertigen Komponenten (Kaufteilen, Components of the shelf (COTS)) als auch aus speziell entwickelte Komponenten besteht. Alle Komponenten, die über das Qualitätsmanagement freigegeben wurden, werden in das Gesamtsystem integriert. Einige Aktivitäten, die zur Systementwicklung gehören können daher wegfallen.

Site-Services

Help-Desk, Newsletter, E-Mail-Support. Communities, Wizards, Daily News. Hier werden in einer Ausbauphase des Unternehmens aktuelle Informationen über das Internet angeboten, um einen hohes und aktuelles Informationsniveau der Projektbeteiligten sicherzustellen. Über eine Community können Informationen zu speziellen Themenkreisen ausgetauscht werden.

Training (Seminars, Workshops, etc.)

Für die weitere Entwicklungs- und Integrationsarbeit können Schulungen angeboten werden.