Die Benennungsgeschwindigkeit, also die Fähigkeit abstrakte visuelle Symbole (Buchstaben, Zahlen, Farben) möglichst schnell zu benennen gilt als einer der besten Prädiktoren des Schriftspracherwerbs, insbesondere der Automatisierung der Lesefähigkeit. Die Benennungsgeschwindigkeit ist definiert als Maß dafür, wie schnell es einer Person gelingt, eine Folge dargestellter Symbole (z.B. Zahlen, Buchstaben, Farben) visuell zu verarbeiten und auf die entsprechende verbale Repräsentation zuzugreifen, sie also zu benennen. Obwohl es sich dabei um eine komplexe Aufgabe handelt, an der unterschiedliche visuelle, sprachliche und unspezifische kognitive Leistungen beteiligt sind, kann die Benennungsgeschwindigkeit schnell und einfach mittels sogenannter RAN-Tests (RAN= rapid automatised naming) überprüft werden.  Eine softwaregestützte Überprüfung der Benennungsgeschwindigkeit existierte allerdings bis dato nicht. TROUT wurde auf Initiative von Prof. Dr. Andreas Mayer, LMU München, Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik (Sprachtherapie und Förderschwerpunkt Sprache) beauftragt, hier ein adaptives Computerprogramm zu entwickeln, mit dem die Ausgangsleistung im Bereich der Benennungsgeschwindigkeit erfasst werden kann. Der zentrale Neuigkeitswert besteht darin, dass es darüber hinaus mit Hilfe des Programms möglich sein sollte, durch ein adaptives Vorgehen, die Benennungsgeschwindigkeit zu trainieren. Bislang liegen national und international keine Belege für die Wirksamkeit eines entsprechenden Trainings vor. Eine erste Erprobung des von TROUT entwickelten Programms ist bereits für das erste Quartal 2020 geplant.